Das weltweit erste serienfähige e-Feuerwehrlöschfahrzeugkommt aus Leonding!

Am 23.9. präsentierte das Leondinger Unternehmen Rosenbauer das weltweit modernste Löschfahrzeug. Wir haben uns mit dem Rosenbauer-Entwicklungsingenieur Clemens Stangl-Kremser über den RT unterhalten.

ÖBFV/Seyfert - v.l.n.r.: Michael Hutterer (LBDS OÖ, stellvertretender Landesfeuerwehrkommandant von OÖ), Robert Mayer (LBD OÖ, Landesfeuerwehrkommandant von OÖ), Armin Blutsch (VPräs ÖBFV, Vizepräsident des österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes), Sabine Naderer-Jelinkek (Bgm. Leonding), Dieter Siegel (CEO Rosenbauer), Albert Kern (FPräs ÖBFV, Präsident des österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes), Andreas Zeller (CSO Rosenbauer), Franz Humer (VPräs ÖBFV, Vizepräsident des österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes), Daniel Tomaschko (CTO Rosenbauer), Sebastian Wolf (CFO Rosenbauer)
Rosenbauer - Clemens Stangl-Kremser ist Entwicklungsingenieur bei Rosenbauer und für den RT verantwortlich
Rosenbauer - Rosenbauer startet den internationalen Verkauf seiner RT-Modellreihe mit hybridem Antrieb
Rosenbauer
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Mit großem Stolz durfte unsere Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek im September beim Launch des weltweit modernsten Löschfahrzeug mit dabei sein. Ebenso stolz sind wir alle darauf, dass es direkt aus Leonding kommt – der RT (Revolutionary Technology) mit hybridem Antrieb wird von der Firma Rosenbauer hergestellt.

Mit dem Launch der innovativen RT-Modellreihe mit hybridem Antrieb startete Rosenbauer gleichzeitig den internationalen Verkauf.  „Die Freude und Begeisterung war riesig. Das RT Launch Event am 23.09 war einfach legendär und wird für jedem einzelnen von uns als Meilenstein in Erinnerung bleiben. Besonders stolz bin ich auf das Team. Wir haben gemeinsam wirklich Großartiges geleistet und viele Hürden bewältigt. Grandios ist auch das überaus positive Feedback der Kundinnen und Kunden, welche ebenfalls sehr stolz auf die Zusammenarbeit und die daraus entstandenen Resultate sind“, erzählt Clemens Stangl-Kremser, Entwicklungsingenieur in der Rosenbauer E-Technology Development GmbH, der von Anfang an Teil des Projektteams war. 

Von Leonding in die ganze Welt

Erste Vorserienfahrzeuge wurden bereits an Feuerwehren in Amsterdam, Berlin und Dubai übergeben, Los Angeles, Portland, Vancouver, Canberra und Oslo werden folgen. Bis 2030 sollen weltweit über 3.200 Feuerwehrfahrzeuge vergleichbarer Technologie im Einsatz sein. Der RT setzt neue Maßstäbe im Kampf gegen den Klimawandel ebenso wie in Bezug auf Fahrdynamik und Fahrsicherheit, Ergonomie und Bedienung sowie Kommunikation und Vernetzung. Er fungiert als Einsatzzentrale mit eigenem W-LAN und als drahtloser Einsatzsteuerstand für Digital Solutions wie Drohnen oder Roboter. Das macht ihn nicht nur für Feuerwehren, sondern für alle Katastrophenschutz- und Blaulichtorganisationen interessant.

Der RT – eine echte Meisterleistung eines tollen Teams

2017 wurden die Kompetenzen für die Weiterentwicklung des RT zur Serienreife in der Rosenbauer E-Technology Development GmbH (RED) gebündelt. Stangl-Kremser erinnert sich an die Anfänge des Projekts: „Vor gut drei Jahren wurde die Rosenbauer E-Technology Development GmbH (RED) gegründet und das Entwicklungsprojekt gestartet. Wir starteten mit einer kleinen Entwicklungsmannschaft, die meisten Ingenieure wurden intern aus dem CFT Projekt (ConceptFire Truck) rekrutiert. Mittlerweile ist das Team in der Entwicklung auf ca. 20 Personen gewachsen und in der Produktion sind gut zehn Arbeiterinnen und Arbeite dem Projekt zugeordnet.“ Dabei wurde mit einer eigenen Projektmanagementmethode (SCRUM) gearbeitet: „Hier ist es maßgeblich, dass während der gesamten Entwicklungsphase stets Änderungen auftreten und diese akzeptiert werden. Man arbeitet in kurzen Etappen (bei uns sind es vier Wochen) an zugeordneten Entwicklungspunkten und präsentiert die Ergebnisse regelmäßig im Team und vor den Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungträgern, mit dem Ziel am Ende ein Produkt abzuliefern, welches den Anforderungen des Kundinnen und Kunden entspricht. Im Allgemeinen ist es aber ähnlich wie bei einem gewöhnlichen Entwicklungsprojekt. Zuerst Kundenanforderungen prüfen, dann geht’s in die Konzeptphase (Konstruktion, Auslegung der technischen Komponenten, Suche nach Entwicklungspartner bzw. Systemlieferanten) und gleich darauf folgt die technische Umsetzung am Prototypenfahrzeug. Dann wird noch weiter getestet und optimiert“, erklärt der versierte Rosenbauer-Mitarbeiter.

Extrem kurze Entwicklungszeit 

Ein Projekt wie dieses in nur drei Jahren zur Marktreife zu entwickeln, ist eine echte Meisterleistung. Das Team war vor zahlreiche Herausforderungen gestellt: Eines davon war das Thema „Simultaneousengineering“ – es wurde bereits an Prototypen gebaut, während noch Konstruktionsthemen fertig gestellt werden mussten bzw. das System zeitgleich simuliert wurde. „Eine weitere Herausforderung ist es auch, die unterschiedlichen Kundenanforderungen bestmöglich zu erfüllen. Unsere primären Zielkunden sind die Feuerwehren der großen Weltstädte (wie Berlin, Amsterdam, Dubai, Los Angeles usw.). Jede Feuerwehr arbeitet einsatztaktisch anders mit ihren Fahrzeugen, jede Nation hat andere Richtlinien und Vorgaben – somit wird das Projekt schon sehr komplex.In der Feuerwehrwelt ist vieles traditionell, die Einsatzkräfte wollen oft keine großen Veränderungen. Unser Produkt, der RT, ist aber durchaus revolutionär und setzt es voraus, dass sich die Kundin oder der Kunde darauf einlässt. Sobald die Kundin oder der Kunde das Fahrzeug näher betrachten kann und dann die Innovationen und die Vorteile im Gesamtfahrzeug erkennt – ist jede und jeder einzeln stark begeistert vom Produkt z.B. in Hinblick auf Ergonomie und Fahrsicherheit“, ist Stangl-Kremser stolz.Die ersten fünf produzierten Fahrzeuge sind bereits in einer intensiven Testphase,darunter auch die drei Kundenfahrzeuge, welche noch heuer der Kundin oder dem Kunden übergeben werden. Die Fertigung der weiteren RTs wird in den nächsten Monaten für die Serienproduktion vorbereitet, der Produktionsstart ist für Ende 2021 geplant. Gebaut wird das e-Feuerwehrauto in der Rosenbauer Konzernzentrale in unserer schönen Stadtgemeinde Leonding. 

Leonding als ideale Arbeitsstätte

Für den sympathischen Entwicklungsingenieur ist die Firma Rosenbauer in Leonding der perfekte Arbeitgeber: „Rosenbauer ist als großer Konzern international vertreten, dennoch besteht bei uns ein sehr familiäres Arbeitsklima. Es bieten sich darüber hinaus viele Möglichkeiten sich beruflich zu orientieren und zu verwirklichen (Technik, Vertrieb, etc.). Leonding besticht durch eine gute Verkehrsanbindung und ist ein attraktiver Lebensraum, da trotz der Größe dennoch auch ein starkes Flair einer ländliche Umgebung spürbar ist“, ist Stangl-Kremser begeistert. 

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