Du bist wie deine Mutter! Streiten will gelernt sein.

Am 17.11. um 19 Uhr erklärt uns Mediatorin Klaudia Lux im Stadtsaal der Stadtgemeinde Leonding, wie man richtig streitet. Eine Vorschau mit exklusiven Tipps können Sie schon hier nachlesen.

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Auch, wenn es hoffentlich zu keiner zweiten Lockdown-Phase mehr kommt, so ist gerade in diesem speziellen Jahr ein harmonisches Zusammenleben unter den eigenen vier Wänden von großer Bedeutung. Damit dies klappt, empfiehlt sich der Besuch des Vortrags von Mediatorin Klaudia Lux, die uns am 17.11. um 19 Uhr im Stadtsaal unseres Rathauses erklärt, wie man „richtig streitet“:

Was dürfen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Vortrag erwarten?

Klaudia Lux: Wir wissen, dass Streit zum Leben gehört und theoretisch wissen wir auch, wie es geht – trotzdem sieht der Alltag oft anders aus: Streitgespräche sind unangenehm, kosten viel Energie und im Extremfall zerstören sie Beziehungen. Ich lade die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein, mit mir eine Reise durch die Welt der Konflikte, Meinungsverschiedenheiten und Interessenkämpfen zu unternehmen. Sie erfahren, wer oder was unser Konfliktverhalten geprägt hat, wie wir verhindern können, dass Meinungsverschiedenheiten unsere Beziehungen zerstören und wir begeben uns auf die zwei wichtigsten Schauplätze von Auseinandersetzungen im Alltag: den Arbeitsplatz und die Beziehung und wozu im Streit ein Glas Wasser gut ist.

Was macht Sie zu einer "Expertin" fürs Streiten?

Ich sehe mich eher als „Brückenbauerin“. In meiner jahrelangen Tätigkeit als Mediatorin und Beraterin versuche ich, Gräben, die aufgrund von Streitigkeiten zwischen den Menschen entstanden sind, zu überbrücken und die Streitparteien dazu zu bewegen, Schritte aufeinander zuzugehen. Denn Brücken verbinden, Mauern trennen. 

Warum ist eine gute Streitkultur heute so wichtig? 

Es klingt zwar wirklich verlockend: doch wer sich immer einig ist, kommt nur selten weiter. Streit stärkt die zwischenmenschlichen Beziehungen und gehört zur Weiterentwicklung des Menschen. Ein Konflikt, bei dem zwei oder mehrere Personen anderer Meinung sind, hilft, sich auszutauschen und neue Sichtweisen kennenzulernen. Selbst das chinesische Schriftzeichen für Krise beinhaltet einzeln gelesen die Worte Gefahr und Chance.

Hat sich in Zeiten von Lockdown, Homeoffice und der großen Gesundheitskrise das Streiten verändert?

Die Corona-Zeit hat vor allem Beziehungen und Familien vor große Herausforderungen gestellt. Manche haben sie ganz gut gelöst, aber doch eine ganze Menge streitet seitdem mehr als sonst. Vielen geht es nicht gut, sie machen sich Sorgen und sind gereizter als sonst. Meist reicht schon ein kleiner Auslöser und es kommt zu Vorwürfen und teilweise auch zu unüberlegten und vorschnellen Entscheidungen. 

Wo lohnen sich die Ansätze besonders?

Ich lade die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein, das eigene Konfliktverhalten zu reflektieren und vielleicht daran etwas zu ändern, denn fast niemand hat konstruktives Streiten gelernt. Dies bedeutet aber Arbeit und ist, wie eine neue Sprache lernen. Denn wenn wir wissen, wie Streit entsteht, wenn wir die Ursachen, aber auch die Alternativen kennen, dann haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gute Chancen, im Streit das zu bekommen, was sie wirklich wollen – dürfen aber natürlich auch ab und zu mal streiten.

Veranstaltungstipp:
„Du bist wie deine Mutter! Streiten will gelernt sein“
Gesundheitsvortrag im Rathaus Leonding
17.11.2020, 19:00 Uhr
Eintritt: 5,00 € (ermäßigt: 3 €)

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