Eine Ortschaft stellt sich vor: Rufling

Was haben der höchste Punkt und die älteste Ortschaft unserer schönen Stadtgemeinde Leonding gemeinsam? Sie alle befinden sich in Rufling! Das Dorf kann mit einigen kleinen „Rekorden“ und einer langen Geschichte aufwarten, daher wollen wir in diesem Beitrag einen Blick auf Rufling werfen.

Die Stadtgemeinde Leonding kann auf eine lange Historie zurückblicken, wie wir in den Beiträgen zur Geschichte Leondings Von der Jungsteinzeit bis zum Mittelalter, Vom Mittelalter bis zur Neuzeit und Von 1500 bis ins Jahr 1850 bereits eindrucksvoll erfahren haben.

Aberwussten Sie, dass die namensgebende Ortschaft Leonding nicht die älteste unserer schönen Stadtgemeinde ist? Tatsächlich kann Rufling für sich in Anspruch nehmen, als erste Ansiedelung des Gemeindegebietes urkundlich genannt zu werden. Bereits 821 n. Chr. taucht der Name „Hrodolfingum" (Rufling) in den „Passauer Traditionen“, einer Urkundensammlung des Hochstiftes Passau, auf. „liutmuntinga“, also Leonding, wird erst gut 200 Jahre später im Jahre 1013 erwähnt. Rufling leitet sich vom Personennamen „Rudolf“ her. Die Wortendung „-ing“ verweist auf die Baiern oder Bajuwaren, einen Volksstamm, der ab dem 6. Jahrhundert n. Chr. in großen Teilen Altbayerns, Österreichs und Südtirols siedelte.

Rufling heute

Auch die bis heute gültige Grundstrukturierung unserer schönen Stadtgemeinde mit ihren drei Katastralgemeinden und 22 Ortschaften kann bis ins Mittelalter zurückverfolgt werden. Eine dieser drei Katastralgemeinden ist Rufling, welche die Ortschaften Bergham, Jetzing, Rufling und Staudach umfasst. Rufling ist die westlichste Ortschaft Leondings und grenzt im Norden und Westen an Wilhering, im Osten an Bergham und im Süden an Jetzing. Zudem befindet sich ein kleiner Teil des Kürnbergwaldes auf Ruflinger Ortsgebiet. Das Naturjuwel mit seinen interessanten archäologischen Stätten und Fundorten kann auf dem Leondinger Kürnbergwanderweg erkundet werden. Mit einer Höhe von ungefähr 435 Metern befindet sich auch der höchste Punkt unserer schönen Stadtgemeinde in der Ortschaft Rufling!

Schloss Rufling

Wann genau das Schloss Rufling erbaut wurde, ist heute nicht mehr bekannt. Es entstand aus einem mittelalterlichen Rittersitz und wird 1159 als Besitz des Bischofs Konrad von Passau genannt. Von da an wechselt es im Laufe seines Bestehens häufig seine Eigentümer. Seit 1916 befindet es sich im Besitz der Familie Wagenhofer.

Bis 1848 die Grundherrschaft abgeschafft wird, ist das Schloss Rufling ein herrschaftliches Amt und Gericht. Sein heutiges Aussehen erhält es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der vollständig restaurierte, heute dreigeschossige Schlossbau steht auf einer künstlich geschaffenen Anhöhe innerhalb eines gepflegten Ziergartens.

Der Schneiderbauer

Der Schneiderbauer in Rufling ist seit den 1930er Jahren ein beliebter Mostbauer am Rande des Kürnbergwaldes und öffnet jeden Samstag seine Türen für hungrige und durstige Gästinnen und Gäste. An sonnigen Tagen lädt der malerische Obstgarten dazu ein, regionale Schmankerl und ein Glas Most bei bester Aussicht zu genießen. Die herzhaften sowie süßen Spezialitäten können auch während etwaiger Lockdowns jeden Samstag im Hofladen des Schneiderbauers für den Genuss zuhause erstanden werden. Der Hof befindet sich bereits seit 1880 im Besitz der Familie Hammer und war einst der Moarhof der Burg Kürnberg. Als Moarhof (Meierhof) werden Bauerngehöfte bezeichnet, in denen der Verwalter (Meier) eines adligen oder geistlichen Gutshofes lebte.

Burg Kürnberg

1286 wird die in Rufling gelegene Burg Kürnberg erstmals urkundlich erwähnt, die zumindest bis ins 15. Jahrhundert n. Chr. bestanden haben soll. 1884 wird in der Nähe des Schneiderbauers auf einer von Gräben umgebenen Erhöhung ein mittelalterlicher Burgstall entdeckt – dabei handelt es sich sehr wahrscheinlich um die spärlichen Überreste der Burg Kürnberg.

Der Dorfstadl Rufling

Der Joklik-Hof, ein Vierkanter an der Ruflingerstraße, gehört zu den ältesten Gebäuden Ruflings und befindet sich seit 1964 im Besitz der Pfarre Leonding. Noch im selben Jahr wurde eine Kapelle als Gottesdienstraum eingerichtet. Allerdings wurde diese aufgrund des ständigen Wachstums der Gemeinde bald zu klein, weshalb Gottesdienste an Hochfesten im Heustadl abgehalten werden mussten. Mitte der 1980er Jahre wurde daher ein größerer Gottesdienstraum im ehemaligen Kuhstall eingerichtet. Seither ist der sogenannte Dorfstadl mehrmals saniert sowie erweitert worden – und bietet nicht nur einen stimmungsvollen Raum für liturgische Feiern (an Sonn- und Feiertagen wird hier die Messe gehalten), sondern er ist auch das Seelsorgezentrum in Rufling. Hier befinden sich außerdem die Gruppenräume von den Pfadfinderinnen und Pfadfindern Leondings.

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