Eine Ortschaft stellt sich vor: Zaubertal

Das Zaubertal ist einfach zauberhaft – das wissen alle, die dort gerne leben oder spazieren gehen.

© Fotoklub Leonding
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Als nördlichster Stadtteil von Leonding, der direkt an die Donau grenzt, hat es auch einige architektonische „Schmankerl“ zu bieten, die unter Denkmalschutz stehen.

In Leonding gibt es zwei Stadtteile, die direkt an die Donau angrenzen: Friesenegg und das Zaubertal. Letzteres besticht mit zahlreichen Spazier- und Wanderwegen, die sich durch die Ortschaft erstrecken, die geologisch gesehen ein Ausläufer der Böhmischen Masse ist. Äußerst charmant ist auch der Zaubertalbach, der den Kürnberg und seine östliche Fortsetzung einschließlich des Freinbergs in Linz entwässert. Er entspringt östlich des Altersheimes „Sonnenhof“ und wurde früher als Zellbach bzw. Wachbergbachl bezeichnet. Im 8./9. Jahrhundert soll es dort eine Einsiedlerklause gegeben haben. Rund 150 Meter bevor er in die Donau einmündet, quert die malerische Steinbogenbrücke, die zur Kirche St. Margarethen führt, den Zaubertalbach.

Geschichte des Zaubertals

Der Ortsteil heißt erst seit dem Jahr 1978 Zaubertal, was auf die 1954 errichtete Zaubertalstraße zurückzuführen ist. Zuvor wurde der Ortsteil als Dorf Graben bezeichnet. Die Geschichte gründet auf mehreren Huben (Höfen): 1075 tauchen im Stiftsbrief des Klosters St. Nikola bei Passau vier Huben in Holzheim auf, von denen zwei dem Bereich Graben zugeordnet werden. 1289 wird ein Zehent zu Zaidlhaim, später Seyrlhuebmer und um 1900 zu Gut und Sanatorium Lärchenau. 1376 findet man eine Ersterwähnung des „ganzen“ Bauern Lützlburgerhof (später Mayrhofergut, heute Kopp) und ein Lehen und ein Hof zu Obernholczhaim. Weiters eine Hube zu Niedernholczhaim (vermutlich Schwarzmayr, früher St. Margareth-Gut). Aus dieser Gruppe entwickeln sich im 13./14. Jahrhundert etwa 15 Althöfe. Diese Struktur bleibt bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts erhalten, dann aber werden nach und nach landwirtschaftliche Gründe verkauft und villenartige Bauten errichtet. Die Zahl der Bevölkerung steigt stetig an, heute leben mehr als 800 Einwohner im schönen Zaubertal.

Sehenswürdigkeiten im Zaubertal

Wie wäre es mit einem kleinen Sightseeing-Bummel durch die eigene Stadtgemeinde? Am Eingang des Zaubertals kann man zum Beispiel die einzigartigen Gemäuer der wunderschönen Rosenburg bewundern. Innen kann sie leider nicht besichtigt werden, da sie zurzeit privat genutzt wird. Die Burg wurde 1908 von Edward Schiller errichtet und nach der Lieblingsblume seiner Frau benannt. Das Gebäude wurde im Stil eines frühmittelalterlichen Wehrsitzes auf einem 20 Meter hohen Felsen erbaut. Die Mauern wurden aus dem gebrochenen Felsen aufgezogen und das Steildach aus Holz aus der Region gefertigt. Der Bauherr legte Wert auf passende Tür- und Fensterumrahmungen und arbeitete auch Abbruchmaterial verschiedener gotischer Linzer Häuser mit ein. Somit ist die Rosenburg ein Relikt mit spätgotischen Tür- und Fenstergewänden, Balken aus dem 18. Jahrhundert, alten Steinbrunnengrandern, renaissancezeitlichen Wandbrunnen, Kragensteigen und alten Eingangsportalen zum Torturm.

Auch ein Teil der Turmbefestigung Linz aus dem 19. Jahrhundert befindet sich im Zaubertal. Allerdings ist Turm 14 „Hildegard“ heute nicht mehr erhalten, man kann lediglich die verbliebenen Umrisse des Waldstücks besichtigen. Ein echtes Schmuckstück des Zaubertals ist die Kalvarienbergkirche St. Margarethen, die als Wallfahrtsort gilt und einst Einsiedlerklause und Kloster war. Sie wurde auf dem achteckigen Grundriss als Chorbau errichtet und 1846 um den Kirchturm mit hölzernem Zwiebelhelm erweitert. Im Innenbereich finden sich acht toskische Säulen und ein Altarraum in einer Mauernische. Die Orgel wurde vom Ottensheimer Orgelbaumeister Leopold Breinbauer gefertigt.

Denkmalgeschützte Objekte im Zaubertal:

  • Kalvarienbergkirche St. Margarethen, Zaubertalstraße
  • Kreuzweg und Kalvarienberg, Zaubertalstraße
  • Teile der Anschlussmauer/Turmbefestigung Linz
  • Maria-Thal-Kapelle mit Mesnerhaus und Bethaus
  • Erzengel Gabriel und hl. Johannes Nepomuk, Zaubertalstraße
  • Pfarrhof, Zaubertalstraße
  • Friedhof mit Heiliggrabkapelle, Zaubertalstraße
  • Rosenburg (Villenbau aus 1908, Zaubertalstraße)

 

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