Tag des Baumes: Lebensraum, Schattenspender und Sauerstofflieferant

Nicht nur am Tag des Baumes lohnt es sich, einen Baum zu umarmen, genauer zu begutachten oder sich einfach daran zu erfreuen. In unserer schönen Stadtgemeinde wird die Erhaltung einer intakten Natur und der Erholungsräume im öffentlichen Raum groß geschrieben.

Dieser Baum wurde wegen der Kernfäule gefällt.

„Ein Baum für jedes Kind“ – frei nach diesem Motto werden auf Initiative von Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek und Christina Mühlböck aus Wilhering für jedes im Jahr 2020 neugeborene Leondinger und Wilheringer Kind Bäume im Kürnbergwald gepflanzt. In diesem Jahr sind es 300 neue Bäume für die Neugeborenen Leondingerinnen und Leonding und 40 Bäume für junge Wilheringerinnen und Wilheringer. In den letzten Jahren mussten viele Bäume aufgrund der Trockenheit, wegen des Borkenkäfers und eines Pilzes gefällt werden. Die neugepflanzten Bäume werden nicht nur als Kraftplätze und Erholungsorte für viele Menschen dienen, sondern speichern auch C02 und reduzieren so den ökologischen Fußabdruck. Was die Stadt Leonding zur Erhaltung der Bäume noch unternimmt, und wie Sie Ihren privaten Baumbestand ideal pflegen, hat uns Magdalena Miesenberger, Landschaftsgärtnerin der Stadtgemeinde Leonding, verraten.

Was unternimmt die Stadtgemeinde Leonding zum Schutz ihrer Bäume?

Wir als Stadtgemeinde setzen auf Baumpflege zum Erhalt unserer Bäume. Manche Pflegearbeiten können unsere Fachkräfte selbst durchführen, für spezielle Arbeiten, die tiefer in die Materie der Baumpflege eingehen, holen wir uns externe Baumpflegerinnen bzw. Baumpfleger. Der Erhalt der Bäume durch Pflege ist immer vorrangig. Nur, wenn der Baumkontrolleur oder die Baumkontrolleurin einen starken Schaden am Baum festgestellt und die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben ist, müssen wir den Baum fällen. Wenn ein Baum aber gefällt werden muss, sind wir sehr darauf bedacht, ihn wieder nachzupflanzen. Wenn nicht an Ort und Stelle, dann an einem anderen Platz. Wir achten darauf, wie viel Platz wir den Bäumen bieten können (auch Erdraum), welche Arten als Stadtbäume gut geeignet sind und dass wir ihnen gute Startbedingungen bieten können.

Was ist ein Baumkataster?

Der Baumkataster ist eine digitale Aufzeichnung aller Bäume im öffentlichen Raum. Jeder Baum hat eine Nummer und wird in einem speziellen Programm für den Baumkataster auch bildlich im Ortsplan „verankert“. Dort werden Bezeichnung, Alter, Ort etc. festgehalten und so wird der Baum einmal jährlich von einem externen Baumkontrolleur oder einer Baumkontrolleurin überprüft. Wenn dieser oder diese Schäden feststellt, wird eine Pflegemaßnahme entweder durch uns oder durch externe Baumpflegerinnen bzw. Baumpfleger durchgeführt.


Welche Bäume sollten jetzt gepflanzt werden und was gibt es sonst noch zu tun?

Für mich persönlich ist die Hauptpflanzzeit im Herbst, da der Baum dann über den Winter Zeit hat, um zu wurzeln (denn auch im Winter wächst der Baum – nur eben unterirdisch). Natürlich kann man das ganze Jahr Bäume pflanzen. Wichtig dabei ist eine ausreichende Wasserversorgung, denn im Frühjahr will der Baum, wenn er frisch gepflanzt ist, gleichzeitig wachsen und wurzeln.

Prinzipiell sollte man auch als Privatperson einmal im Jahr seine Bäume näher betrachten und sich eine kurze Notiz über den Gesundheitszustand machen. (Falls bei einem Sturm ein Ast herunterfällt oder Ähnliches schadet es auch als Privatperson nicht, nachweisen zu können, dass der Baum eigentlich gesund war). Im Frühjahr erkennt man auch als Laiin bzw. Laie am neuen Austrieb gut, ob ein Ast abgestorben ist oder nicht.

Die Arbeiten an Bäumen sind stark von der Baumart abhängig und nicht allein an den Winter gebunden. Wenn Bäume schon zu sehr im Saft stehen, könnte es sein, dass sie „verbluten“, (z.B.: Ahorn), daher mein Rat: Bevor man die Schere oder Säge ansetzt, sollte man sich zuerst über den richtigen Zeitpunkt für einen Pflegeschnitt informieren! Obstbäume schneidet man meist bis Ostern, aber natürlich gibt es auch Sommerschnitte. Falls der Baum im Vorjahr krank war, sollte man auf jeden Fall altes Laub entfernen und falls noch Fruchtmumien vorhanden sind, diese ebenfalls.


Haben Sie Tipps für Privatpersonen, die ihren Garten mit Bäumen verschönern möchten?

Auch in kleinen Gärten ist meist Platz für einen Baum (oder einen Großstrauch). Wichtig ist, sich gut beraten zu lassen und für sich zu wissen, was man von dem Baum möchte (soll er Früchte tragen, blühen, färbiges Laub haben, bienenfreundlich sein, Herbstfärbung, wie viel Platz kann man ihm geben etc.) Dazu kann ich auch eine App von Natur im Garten empfehlen. Noch eine schöne Idee wäre es, sich seinen eigenen Lebensbaum zu pflanzen (z.B. gemäß dem keltischen Baumkreiszeichen/Baumhoroskop). Und wenn man selber keinen Platz für einen Baum hat, kann man immer noch einen verschenken. Denn ein Sprichwort sagt: Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt.

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Natur & Umwelt

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