„Die hoffnungsvollen Kinderaugen lohnen für die Mühen“

Der Leondinger Erich Hofmarcher ist ein Mensch, der viel Zeit, Energie und Herzblut in den Dienst der guten Sache stellt. Seit elf Jahren ist er bei Kiwanis Leonding im Einsatz und organisiert regionale Kinder-Hilfsprojekte sowie große Sammelaktionen wie aktuell die Ukraine-Hilfe. Er zeigt, was durch den Einsatz einzelner und dem Zusammenschluss vieler möglich wird. Für sein unermüdliches Engagement wurde er zuletzt auch mit der Ehrenamtsmedaille der Stadt Leonding ausgezeichnet.

Bilder: Erich Hofmarcher

Kiwanis ist das weltweit zweitgrößte Kinder-Hilfswerk, nur UNICEF ist größer. Der Leondinger Club bezeichnet sich als Servicevereinigung, bei der sich jeder einbringen kann. Erwartet werden keine Geldspenden, sondern persönlicher Einsatz bei humanitären Aktivitäten. „Ich bin im Laufe meines Lebens viel auf Reisen gewesen und musste in anderen Ländern auch viel Elend mitansehen. Es ist nicht selbstverständlich, dass es allen Menschen überall so gut geht wie uns hier. Deshalb wollte ich etwas zurückgeben und nutze meine Freizeit, um Kindern und Müttern mit den humanitären Kiwanis-Aktivitäten zu helfen“, erzählt der Pensionist, den viele Leserinnen und Leser vermutlich durch seinen einstigen Beruf – er war 45 Jahre am Stadtamt tätig – als „den Erich“ kennen. Interessierte Leondinger – derzeit wird Kiwanis als reiner Männerclub geführt – die ihre Freizeit mit sinnstiftenden Tätigkeiten erfüllen wollen, können sich übrigens jederzeit beim Club melden. Helfende Hände sind immer gefragt!

Was mit einer Bananenschachtel begann…

Der Erich – im karitativen Bereich ist man prinzipiell per-Du – ist ein lebendes Beispiel dafür, wie viel Menschen bewegen können, wenn sie an ihr Vorhaben glauben und ein höherer Sinn dahintersteckt. Als die schrecklichen Bilder von vertriebenen Frauen und Kindern im Angriffskrieg auf die Ukraine durch die Medien gingen, war es den Kiwanis klar, dass sie hier rasch und pragmatisch Hilfe leisten müssen. Gemeinsam mit der Stadtgemeinde Leonding wurde eine Hilfsaktion für notleidende Menschen in der Ukraine gestartet. Erich begann in seinem Eigenheim in der Holzheimerstraße 100 Hygieneartikel, Kleidung, Kinderspielzeug und medizinische Hilfsmittel zu sammeln. Die Hilfsbereitschaft der Leondingerinnen und Leondinger war und ist groß, deshalb ist Erichs Garage relativ rasch „übergegangen“. Die Not im Kriegsgebiet ist definitiv größer als eine Garage voll, so wurde ein Sammelplatz im Stadtamt Leonding errichtet und auch andere Optionen wurden gefunden: Die WAG, zu der die Liegenschaft UNO Shopping zählt, machte es möglich, dass bis heute eine große Lagerfläche im UNO Shopping kostenfrei für die Sammelaktion als Umschlagplatz (Anlieferung, Lagerung, Abtransport) genutzt werden kann.

…wird zu fast 1 Mio. Warenwert & regelmäßigen Hilfslieferungen

Mittlerweile wurden auf diesem Weg zahlreiche LKWs mit Waren im Wert von mehr als 900.000 Euro in das Kriegsgebiet gebracht. Damit die Hilfsgüter auch wirklich dort ankommen, wo Not am Mann ist, war Erich bereits mehrere Male bei derartigen Lieferungen mit dabei. „So frustrierend, traurig und herzergreifend die humanitäre Arbeit auch hin und wieder ist, so viel bekommt man zurück, wenn man dann vor Ort in hoffnungsvolle Kinderaugen blickt. Die Kinder sind unsere Zukunft und wir sind nur ein kleiner Teil in einem riesigen Universum, in dem es eigentlich jedem gut gehen sollte“, ist Erich, dem besonders die Waisenhäuser am Herzen liegen, sichtlich bewegt. Wer spenden möchte, ist nach wie vor eingeladen, die Hilfsgüter in der Holzheimerstraße 100, an der Sammelstelle im Stadtamt oder nach Vereinbarung im UNO-Shopping abzugeben. Gesucht werden vor allem Medikamente, Hygieneartikel, Kinderspielzeug und -kleidung, Babyartikel, Schlafsäcke, Kinderwagen, haltbare Lebensmittel, Fahrräder, Krücken, Rollstühle, Rollatoren und Werkzeug. Bei Hausräumungen von verstorbenen Personen finden sich ebenfalls oft viele brauchbare Dinge, die so in den Dienst einer guten Sache kommen.

Auch Leondinger Kinder-Hilfsprojekte werden unterstützt

Natürlich ist seine Tätigkeit nicht immer leicht und bringt ihn emotional und logistisch häufig an die Belastungsgrenze. Anfeindungen einschlägiger Gruppierungen, Neid und Missgunst, Gier bis hin zu dreisten Bettelbriefen, die derartige Clubs regelmäßig erhalten, gehören ebenso zum Alltag wie die erfüllenden Dinge. Kiwanis unterstützt auch viele weitere tolle Projekte wie MOVE oder MOKI, wo Kindern mit schweren Erkrankungen wie Spina bifida (offener Rücken) spezielle Rollstühle & Co finanziert werden. Auch die Leondinger Pfadfinder wurden bei der Erneuerung des Dachs ihrer Zentrale unterstützt. Weiters wird der große Spielplatz im Kürnbergwald finanziell sowie durch viele freiwillige Arbeitsleistungen von Kiwanis betreut. Für echte Begeisterung sorgte auch das aktuell umgesetzte Projekt in der Remisenstraße, wo Spendengelder aus dem Adventlauf für spezielle Kinder-Führungen mit dem Naturschutzbund eingesetzt werden. Die kleinen Entdeckerinnen und Entdecker können dort auf dem 3.000 qm großen Grundstück die heimische Natur erkunden. Dabei gibt es viel zu erleben und zu lernen, denn hier leben Frösche, Molche, Wildtiere, Vögel und vieles mehr. Wer den Erich kennenlernen durfte, weiß: Es ist auch schön hier zu leben, weil es in unserer Stadtgemeinde Menschen wie Erich Hofmarcher gibt, die ihre Freizeit opfern, um unsere Welt für alle noch ein Stückweit lebenswerter zu machen.

 

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